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Korrekte Positionierung mit RFID in der Karbidproduktion

In der staubigen Hitze einer chinesischen Karbidproduktion sichert Turcks RFID-System die korrekte Positionierung des Beschickungswagens

In einer chinesischen Karbidproduktion hat man die Position des Beschickungswagens bislang über einen Drehgeber am Wagenrad ermittelt. Diese Information wurde allerdings durch Schlupf beim Beschleunigen und Bremsen zunehmend unkorrekt, was manuelle Positionskorrekturen erforderte. Heute erfasst der Hersteller die Position mittels RFID-Datenträgern am Wagen und einem Schreiblesekopf an der Transportschiene. So kann der Wagen zuverlässig vor der Beschickungsöffnung positioniert werden. Staub und Hitze der Produktion schaden weder dem IP67-Schreiblesekopf noch den robusten Datenträgern. Die Anlage arbeitet heute energie- und ressourceneffizienter – und die Mitarbeiter sind sicherer.

  • Die korrekte Position des Beschickungswagens wird mit RFID erfasst, Schlupfprobleme gibt es nicht mehr

  • BL20-Gateway stellt die Kommunikation zur Steuerung her; RFID-S-Scheibe erlaubt eine einfache Anbindung

  • TN-80-Reader besitzen Schutzart IP67, einen erweiterten Temperaturbereich und hohe Schreiblesereichweiten

Ausrichtung des Brandwagens fehleranfällig

Ein chinesischer Karbidproduzent benötigte dringend eine Optimierung seines Produktionsprozesses. Ein schienengeführter Wagen zum Einbringen der Rohstoffe in den Karbidbrennofen muss korrekt auf die Beschickungsöffnung ausgerichtet sein. Bei der bisherigen Lösung wurde die Position mithilfe eines Encoders erfasst, aber häufiges Beschleunigen, Verlangsamen und Abbremsen des Wagens können dazu führen, dass dieser ein Stück gleitet. Der Gleitweg wird vom Encoder nicht erfasst und nach einer gewissen Betriebszeit sind die Positionsdaten des Encoders nicht mehr korrekt, sodass der Wagen nicht mehr richtig auf die Beschickungsöffnung ausgerichtet ist.

Das Personal muss in diesem Fall manuell eingreifen. Doch in der Umgebung der Beschickungsöffnung ist es heiß, der Brennofen liegt direkt darunter. Es ist staubig und zudem handelt es sich um eine leicht entflammbare, explosionsgefährdete Umgebung. Das Personal muss in diesem Bereich Schutzausrüstung tragen, die Arbeitsbedingungen sind sehr ungünstig und es herrscht ein hohes Sicherheitsrisiko.

Deshalb suchte sich der Betreiber eine RFID-Lösung zur Positionierung des Beschickungswagens. Konkret besteht die Lösung darin, dass auf dem Beschickungswagen drei Datenträger angebracht werden: einer an der Wagenöffnung und jeweils einer in gewissem Abstand vor und hinter der Öffnung zur Signalisierung der Position. An der Schiene wird an der Position jeder Beschickungsöffnung ein Schreiblesekopf angebracht. Die zuverlässige Positionserfasssung mit RFID garantiert eine korrekte Positionierung. So werden manuelle Korrekturen und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten deutlich verringert.

Lösungskonzept mit BL ident

Da der Kunde ein Supcon-Prozessleitsystem nutzt, ist am Einsatzort ein RS485-Interface vorhanden. Turck lieferte daher ein BL20-Feldbus-Gateway, das RS 232/RS485 unterstützt. Der Kunde benötigt für das S-Interface keine Programmierung in der SPS. Die RFID-Interfaces können wie klassische Eingänge verwendet werden. Die Schreibleseköpfe in Schutzart IP67 sind für den Einsatz bei Temperaturen von -25 °C bis +70 °C geeignet und können direkt am Einsatzort angebracht werden. Die Datenträger sind aus Epoxidharz und äußerst robust. Selbst wenn die Oberfläche verkratzt oder verschmutzt ist, beeinträchtigt dies ihre Funktion nicht.

Fazit

Durch den Einsatz RFID-Systems BL ident von Turck in der Karbidherstellung konnte der Betreiber die Produktionskapazität der Anlage steigern und gleichzeitig deutliche Verbesserungen bezüglich Energieeinsparung, Verbrauchsminderung und Sicherheit erzielen.

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