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Remote-I/O für Whiskey-Distillerie

Turcks Remote I/O excom beweist in der Whiskey-Brennerei der Irish Distillers, dass auch traditionelle Herstellungsverfahren von moderner Feldkommunikation profitieren

Midleton gilt der Legende nach als Geburtsort des irischen Whiskeys. Noch heute schlägt in dem kleinen Ort im Süden von Cork das Herz der irischen Whiskey-Industrie. In unmittelbarer Nähe der historischen Old Distillery, die heute als Museum fungiert, produziert die Brennereigruppe Irish Distillers Limited (IDL) die berühmtesten Destillate der Republik, darunter Jameson, Paddy und Powers. Der traditionelle Herstellungsprozess wird seit kurzem von modernster I/O-Technik unterstützt: Zwölf excom Remote-I/O-Stationen von Turck sorgen für die sichere und transparente Kommunikation zwischen Leitsystem und Feldgeräten in Ex-Zone 1.
  • IDL hat alle zwölf excom-Schränke mit einem Belegungsplan bestückt, der jeden Ausgang einem Feldgerät zuordnet

Das alte Automatisierungssystem bestand aus drei Leitsystemen mit klassischer Punkt-zu-Punkt-Verdrahtung bis in den Ex-Bereich. Da IDL bereits in anderen Bereichen der Brennerei gute Erfahrungen mit Profibus-Netzwerken gemacht hatte, entschieden sich die Verantwortlichen wieder für eine Feldbuslösung auf Basis von Profibus DP. Die Motorsteuerungen sollten mit Devicenet angesprochen werden. Insgesamt umfasst das neue System 800 I/Os, die an ein Allen-Bradley-Leitsystem angebunden werden mussten. Als Remote-I/O-Lösung zwischen Leitsystem und Feldgeräten wählte IDL Turcks excom-System für Zone 1. Turcks irischer Vertriebspartner Tektron unterstützte und beriet IDL bei der Auswahl und Installation.

Um die zahlreichen I/Os zu integrieren, lieferte Turck zwölf excom Remote-I/O-Stationen und vier Segmentkoppler SC12Ex. So konnten vier redundante, eigensichere Profibus-Segmente ins Feld geführt werden. Die excom-Stationen mussten so im Feld positioniert werden, dass jede von ihnen gut erreichbar ist und trotzdem die Kabellänge zu den Feldgeräten kurz bleibt.

Hohe Kanaldichte und Hot-swap

Mick McCarthy, E&I-Manager bei IDL, entschied sich nach einem Vergleich mehrerer Wettbewerbsprodukte für Turcks excom-System, „unter anderem wegen der hohen Signaldichte des M18-Modulträgers. Weiterhin überzeugte uns die Hot-Swap-Funktionalität, dadurch können wir alle Module der excom im laufenden Betrieb ziehen und stecken – ohne die Feldkommunikation zu stören“, so McCarthy. Ein weiterer Vorteil: Die digitalen Ausgangsmodule DO40-Ex stellen sich automatisch auf die richtige Leistung ein. So konnte IDL mit einem I/O-Kartentyp alle digitalen Ausgänge bestücken.

Einfach zu realisieren war für McCarthy auch die redundante Kommunikations- und Leistungsversorgung: „Eine redundante Kommunikationsanbindung der Feldebene war für uns von vornherein eine Grundvoraussetzung. Allerdings hatten wir uns noch nicht auf Leistungs-Redundanz festgelegt. Die Leistungsversorgung ist zurzeit noch einfach ausgeführt. Um Versorgungsredundanz herzustellen, brauchen wir jetzt aber nur ein weiteres Netzgerät am Modulträger nachzurüsten. In dieser modularen Bauweise und der Flexibilität sehe ich den größten Vorteil der excom.“

Die Wartungsingenieure bei IDL schätzen besonders die LED-Anzeige an jedem einzelnen Modul. Durch das Sichtfenster in den mitgelieferten Schaltkästen können sie auf einen Blick den Status jeder Karte erkennen, ohne den Kasten zu öffnen.

Im Vat House läuft der zentrale Teil der Whiskey-Destillation ab. Da der Prozess nicht ohne weiteres für ein paar Stunden gestoppt werden kann, war es für IDL von zentraler Bedeutung, dass der Großteil der Installation und Tests vor der Inbetriebnahme ausgeführt werden konnte. Das bestehende System musste solange in Betrieb bleiben, bis ein schneller Wechsel zum neuen System möglich war. Mit excom stellte das kein Problem dar, da die Modulträger und die Verkabelung installiert werden konnten, ohne die Produktion zu beeinträchtigen.

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